§ 490 BGB, Außerordentliches Kündigungsrecht
Paragraph Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Wenn in den Vermögensverhältnissen des Darlehensnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückzahlung des Darlehens, auch unter Verwertung der Sicherheit, gefährdet wird, kann der Darlehensgeber den Darlehensvertrag vor Auszahlung des Darlehens im Zweifel stets, nach Auszahlung nur in der Regel fristlos kündigen.


(2) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag, bei dem der Sollzinssatz gebunden und das Darlehen durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht gesichert ist, unter Einhaltung der Fristen des § 488 Abs. 3 Satz 2 vorzeitig kündigen, wenn seine berechtigten Interessen dies gebieten und seit dem vollständigen Empfang des Darlehens sechs Monate abgelaufen sind. Ein solches Interesse liegt insbesondere vor, wenn der Darlehensnehmer ein Bedürfnis nach einer anderweitigen Verwertung der zur Sicherung des Darlehens beliehenen Sache hat. Der Darlehensnehmer hat dem Darlehensgeber denjenigen Schaden zu ersetzen, der diesem aus der vorzeitigen Kündigung entsteht (Vorfälligkeitsentschädigung).


(3) Die Vorschriften der §§ 313 und 314 bleiben unberührt.


Benachbarte Paragraphen


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Die Kündigung des Kredites in der Krise des Bankkunden. § 490 Abs. 1 BGB – Voraussetzungen, Erkenntnisdefizite und Risiken für den Darlehensgeber. Priv.-Doz. Dr. Thomas Regenfus, RiLG. AUSGANGSSITUATION. Kreditkündigung als Voraussetzung von Titulierung,


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Musterbrief Widerspruch Kündigung nach 313 und 314 BGB.doc

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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom 21.02.2017 (XI ZR 272/16) festgestellt, dass der Bausparkasse kein Kündigungsrecht gemäß § 490 Abs. 3 BGB aF, § 314 Abs. 1 BGB zustünde. Ferner hat er im verhandelten Fall ein Recht zur Kündigung auch


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AGB II Teil A,B,C - Lexxion

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14/6040, 254). § 490. Abs.2 Satz 2 BGB bezeichnet die Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung durch den Darlehensnehmer als denjenigen Schaden, welcher dem Darlehens- geber aus der vorzeitigen Kündigung entsteht. Die Berechnungsgrundsätze für die Ermittl

Download EWiR 2017, 551.pdf - GRA Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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BGB § 490 Abs. 1, § 498. OLG Stuttgart, Urt. v. 29. 3. 2017 – 9 U 223/16 (LG Rottweil). Leitsatz des Verfassers: Das Recht des Darlehensgebers, den Darlehensnehmer im Rahmen eines Im- mobiliar-Verbraucherdarlehensvertragswegen Zahlungsverzugs zukündigen,

theodor baums - Institute for Law and Finance

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Kündigung aus wichtigem Grund seitens eines Gläubigers gemäß §§ 490 Abs. 1, 314 BGB in. Betracht kommt (im Folgenden I. - VII.) Die Kündigung einzelner Teilschuldverschreibungen kann nachteilige Auswirkungen sowohl für den Emittenten wie für die übrigen

Gelddarlehensvertrag, §§ 488 – 490 BGB - zar kit

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BGB für Fortgeschrittene. Universität Karlsruhe (TU) Institut für Informationsrecht Prof. Dr. iur. Peter Sester. 1. Gelddarlehensvertrag, §§ 488 – 490 BGB. Zustandekommen des Vertrages: 1. Notwendiger Regelungsinhalt: - DG ist zur Übereignung des Geldes

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12.07.2017 - Die AGB der Banken sehen weitere Kündigungsrechte vor. Sie schaffen auch einzelne Kündigungserleichterungen. Allerdings ist § 490 Absatz 1 BGB im Wesentlichen die Kodifizierung der Rechtsprechung zum Kündigungsrecht der Banken nach deren AGB

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(1) 1Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. 2Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das


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  • Zitatangaben (BGB)

    Periodikum: RGBl
    Zitatstelle: 1896, 195
    Ausfertigung: 1896-08-18
    Stand: Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738;

  • Hinweise zum Zitieren

    Als Referenz auf das BGB in einer wissenschaftlichen Arbeit

    § 490 BGB
    § 490 Abs. 1 BGB oder § 490 Abs. I BGB
    § 490 Abs. 2 BGB oder § 490 Abs. II BGB
    § 490 Abs. 3 BGB oder § 490 Abs. III BGB

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