§ 1611 BGB, Beschränkung oder Wegfall der Verpflichtung
Paragraph Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Ist der Unterhaltsberechtigte durch sein sittliches Verschulden bedürftig geworden, hat er seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen gröblich vernachlässigt oder sich vorsätzlich einer schweren Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen nahen Angehörigen des Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht, so braucht der Verpflichtete nur einen Beitrag zum Unterhalt in der Höhe zu leisten, die der Billigkeit entspricht. Die Verpflichtung fällt ganz weg, wenn die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre.


(2) Die Vorschriften des Absatzes 1 sind auf die Unterhaltspflicht von Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern nicht anzuwenden.


(3) Der Bedürftige kann wegen einer nach diesen Vorschriften eintretenden Beschränkung seines Anspruchs nicht andere Unterhaltspflichtige in Anspruch nehmen.


Benachbarte Paragraphen


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PDF Dokumente zum Paragraphen

Zur Frage der gesetzlichen Unterhaltspflichten zwischen Eltern und ...

https://www.bundestag.de/blob/408126/f834cc9b473e504336a4d4f0ac9364ec/wd-7-203-...
7. 3. Elternunterhalt. 11. 3.1. Bedürftigkeit. 11. 3.2. Leistungsfähigkeit. 12. 4. Weitere Grenzen der Unterhaltspflicht. 13. 4.1. Ersatzhaftung, § 1607 BGB. 13. 4.2. Vorrang der Ehegattenhaftung, § 1608 BGB. 14. 4.3. Wegfall der Unterhaltsverpflichtung,

Elternunterhalt - Strub & Dr. Krause

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06.01.2016 - 4.1 § 1611 BGB. Beim Elternunterhalt ist die Verwirkung des Unterhaltsanspruchs allein über § 1611. BGB möglich. 4.1.1 Mangelnde Altersvorsorge. Wohl ausgegangen werden kann von einer allgemeinen Obliegenheit zur Eigenvor- sorge. Das bedeute

die tatbestandlich schärfere Fassung des § 1578b BGB auch eine ...

http://www.gieseking-verlag.de/downloads/FamRZ20101888-1892.pdf
dann, wenn der nach § 1611 BGB zu beurteilende Lebens- sachverhalt aus Sicht des Sozialhilferechts auch soziale. Belange erfasst, die einen Übergang des Anspruches nach ēffentlich-rechtlichen Kriterien ausschließen (Klarstel- lung zum Senatsurteil v. 21.

Elternunterhalt - SWR Fernsehen

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Nach der Vorschrift des § 1611 Abs. 1 BGB kann der. Unterhaltspflichtige die Unterhaltszahlung teilweise verweigern, wenn eine Zahlung als “unbillig”, das heißt unangemessen und ungerecht erscheint. Auch ein vollständiger Ausschluss der. Unterhaltspflich

Kinder psychisch kranker Eltern und die „familiäre Solidarität ...

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15.09.2010 - lich mit hier nicht weiter interessierenden Fragen der Verwirkung nach. § 242 BGB auseinander. Anschließend kommt der BGH auf eine mögliche Ver- wirkung gemäß § 1611 BGB zu sprechen. § 1611 Abs. 1 S. 1 BGB sieht vor, dass der Verpflichtete n


Webseiten zum Paragraphen

Beschränkung und Wegfall der Unterhaltsverpflichtung gemäß § 1611 ...

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13.11.2013 - Elternunterhalt - Beschränkung und Wegfall der Unterhaltsverpflichtung gemäß § 1611 BGB | zu den Fallgruppen gemäß § 1611 Abs. 1 S. 1 BGB.

Unbilligen Elternunterhalt wegen Verwirkung vermeiden | Kanzlei ...

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09.11.2015 - Nach der Vorschrift des § 1611 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kann der Unterhaltspflichtige die Unterhaltszahlung teilweise verweigern, wenn eine Zahlung als „unbillig“, d.h. unangemessen und ungerecht erscheint. Auch ein vollstä

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02.03.2016 - und nach § 1611 Abs. 1 Satz 2 BGB gar keinen Unterhalt leisten, wenn. die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre. Eine schwere Verfehlung gemäß § 1611 Abs. 1 Satz 1 Alt. 3 BGB kann regelmäßig nur bei einer tiefgreifenden Beein

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  • Verortung im BGB

    BGBBuch 4 Familienrecht › Abschnitt 2 Verwandtschaft › Titel 3 Unterhaltspflicht › Untertitel 1 Allgemeine Vorschriften › § 1611

  • Zitatangaben (BGB)

    Periodikum: RGBl
    Zitatstelle: 1896, 195
    Ausfertigung: 1896-08-18
    Stand: Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738;

  • Hinweise zum Zitieren

    Als Referenz auf das BGB in einer wissenschaftlichen Arbeit

    § 1611 BGB
    § 1611 Abs. 1 BGB oder § 1611 Abs. I BGB
    § 1611 Abs. 2 BGB oder § 1611 Abs. II BGB
    § 1611 Abs. 3 BGB oder § 1611 Abs. III BGB

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